Nach 4 Tagen sind wir nun so langsam angekommen auf Curaçao.

Die ersten Tage waren geprägt von organisatorischen Dingen gepaart mit Kindern, die unbedingt alles sofort ausprobieren wollen…man kann sich vorstellen dass uns Eltern das noch nicht ganz in Urlaubsstimmung gebracht hat! Vor allem in Kombination mit dem Jetlag und der mitgebrachten Erkältung von Thea war es ziemlich anstrengend.
Am Mittwoch Abend waren Thea, Jannis und Holger sehr müde, die großen Jungs und ich sind aber nochmal in Pool und Meer gestiegen. Es war zwar bereits dunkel (Sonnenuntergang ist kurz vor 19:00 Ihr hier), aber Luft sowie Wassertemperatur karibisch-also ideal zum Ankommen.

Bereits Donnerstag um 10:00 Uhr haben wir unseren Mietwagen bekommen, den wir zunächst eine Woche bis Mittwoch haben, sodass wir auch ein bisschen mobil sind. Holger war dann auch direkt einkaufen. Da wir eine Küche in unserm Apartment haben, sind wir hauptsächlich Selbstversorger, allerdings sind die Preise im Supermarkt etwa doppelt so hoch wie zu Hause.
Ziel der Eltern am ersten Tag war Einkäufe erledigen und Koffer auspacken, die Jungs wollten allerdings Pool und Strand und Thea Aufmerksamkeit, da sie von Hustenanfällen gequält wurde. Also eine ziemliche Herausforderung. Dennoch war am Ende des Tages eingekauft und alle Koffer ausgepackt, jeder war einmal im Pool, Joas und Jaron waren das erste Mal mit Mama Schnorcheln (wir haben sogar einen Rochen gesehen) und der erste Sonnenuntergang wurde fotografiert. Abends ging es dann frühzeitig ins Bett, da alle noch Jetlag geplagt waren.


Dafür konnten wir am Freitag aber einen schönen Sonnenaufgang bestaunen, der gegen 06:30 Uhr stattfindet. Vormittags haben wir dann im Büro des CDTC (Curaçao Dolphin Therapy and Research Center) vorbei geschaut und die Eintritts-Armbänder für das Sea Aquarium abgeholt. Das CDTC befindet sich nämlich im Curaçao Sea Aquarium und man hat als Therapiefamilie während der beiden Therapiewochen zusätzlich freien Eintritt ins Sea Aquarium. Das haben wir am Samstag dann direkt genutzt und haben Flamingos gefüttert, unterschiedliche Fische bestaunt, die Meeresschildkröten besucht und den Delfinen ein bisschen zugeschaut.




Wir hatten auch schon Kontakt zu anderen Therapiefamilien. Ein Mädchen aus Ulm war in der Periode vor uns jetzt da, wir kennen sie und ihren Papa flüchtig von der Physiotherapie da wir dieselbe Therapeutin in Ulm haben – so klein ist die Welt. Wir waren am Freitag dann auch gemeinsam Mittagessen und sie haben uns von ihren Erlebnissen bei der Therapie und Curaçao erzählt. Jetzt sind wir schon voller Vorfreude!
In unserem Hotel sind auch einige Therapiefamilien aus Deutschland, zum Teil endet jetzt deren Therapie zum Teil beginnen sie mit uns. Es sind auch einige Geschwisterkinder dabei, was für unsere Jungs natürlich super ist. Sie haben sich im Pool schon ein bisschen angefreundet. Da in Deutschland Sommerferien sind, sind die Therapieperioden doch ziemlich ausgebucht, auch wir haben uns ja schon im Januar 2024 diese Periode reserviert. Thea und die Geschwisterkinder könnten zwar für die Therapie von der Schule befreit werden, natürlich müsste man aber den Stoff hier in Eigenregie erarbeiten, was Joas bei der letzten Therapie gemacht hatte. Allerdings war das eine vergleichsweise hohe Herausforderung. Die Verlockungen von Meer und Pool vor der Tür und das Urlaubsfeeling mit dem vielen Sachen die es hier zu sehen gibt machen den inneren Schweinehund doch gewaltig groß…das wollten wir unseren Kids und uns diesmal ersparen.
Sightseeing konnten wir auch schon ein bisschen. Wir waren zum Beispiel im „Landhuis Chobolobo“, wo sich die Brennerei für Curaçao-Likör in einem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert befindet. Dort kann man sehen, wie die Entwicklung des bekannten Curaçao Likörs war und auch verschiedene Sorten probieren. Es gibt auch einen Souvenirladen, und im Hinterhof kann man gemütlich sitzen und Cocktails trinken.


Willemstaad, die Hauptstadt von Curaçao, haben wir auch schon einen kurzen Besuch abgestattet und sind durch die Innenstadt und über die Königin-Emma-Brücke gelaufen, die die Ortsteile Punda und Otrobanda verbindet. Die Brücke ist eine reine Fußgänger-Brücke und schwimmt auf dem Wasser. Wenn ein Schiff die Bucht passieren möchte wird die Brücke von Otrobanda aus an das Ufer gedreht, damit das Schiff passieren kann. Nachts ist die Brücke wunderschön beleuchtet.


Minigolf stand auch schon auf dem Plan, im Garten des Landhuis Brakkeput Mei Mei, ein weiteres Herrenhaus, in dem ein Restaurant untergebracht ist. Obwohl wir es ganz gemütlich angehen ließen war die Aktion sehr schweißtreibend bei einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent und Temperaturen von 30 Grad nach Sonnenuntergang.


Nun sind wir gespannt auf die nächsten Tage. Heute startet die Therapie. Thea hat täglich den Spot von 13:15 – 15:15 Uhr, ihre Therapeutin heißt Mariska van Wijk und ist Logopädin, der Delfin wird dann selbst entscheiden und Thea sozusagen auswählen – wir dürfen gespannt sein.