Familienschwimmen mit Chabelita und Bonnie

Am Samstag war es für uns Eltern und die Brüder endlich soweit – wir hatten unseren Termin zum Familienschwimmen.

Dies ist ein besonderer Teil des Therapiekonzeptes und soll Eltern und Geschwisterkindern die Möglichkeit geben, die Erfahrungen, die die Therapiekinder mit den Delfinen machen, selbst einmal zu erleben.

Es wurde vorab auch ein Workshop angeboten, in dem man übt mit Flossen aufrecht zu schwimmen um beim Familienschwimmen mit dem Delfin zu interagieren. Da wir das aber schon mehrere Male gemacht hatten und der Termin des Workshops für uns ungeschickt lag, haben wir Eltern das nochmal mit Joas und Jaron vorab im Meer geübt und die wichtigsten Punkte wiederholt. (Bei Spielen aufrecht und ruhig im Wasser halten, beim Schwimmen nicht an den Flossen anfassen, nicht das Blasloch berühren, kein Schmuck tragen, damit der Delfin sich nicht verletzt, nicht kratzen, der Delfin kommt dann von hinten und du lässt ihn vorbei schwimmen und legst dann die Hand hinter der Finne auf und kannst ihn streicheln, aber nicht festhalten, du bestimmst das Tempo und schwimmst neben dem Delfin, du bewegst dich mit den Flossen vorwärts, die Arme bleiben möglichst ruhig).

Pünktlich um 10:00 Uhr standen wir dann alle vor dem Therapiezentrum, Thea wurde von Tanja (ihrer Assistentin) übernommen, die sie während der Zeit des Familienschwimmens betreute. Thea hat das Mausefalle-Spiel mitgenommen, nur für den Fall dass es langweilig werden sollte.

Dann kam auch schon Merel, eine Therapeutin im CDTC, die uns während des Schwimmens begleiten und ggf. mit Jannis ins Wasser steigen sollte, da er noch nicht schwimmen kann – dann geht immer ein Therapeut mit ins Wasser.

Zunächst hat Merel die Regeln nochmal kurz wiederholt, eine weitere Familie hatte zeitgleich Familienschwimmen, die allerdings auch schon mehrfach da war und es an sich kannte.

Auf dem Weg zum Dock wurden noch Schwimmgurte und Flossen ausgeteilt und dann ging es zu den Delfinen.

Da im Moment alle drei Delfindamen fruchtbar sind, sind sie von Kanoa getrennt – Nachwuchs soll nämlich bis auf weiteres vermieden werden. Da wir so viele Personen waren und jeder mal die Chance haben sollte mit dem Delfin zu schwimmen, sind wir nicht zu Kanoa sondern zur großen Lagune und haben uns zwischen Chabelita (Jaron, Jannis und Simone) und Bonnie (Holger und Joas) aufgeteilt.

Für den Einstieg durften wir Chabelita erstmal ausgiebig streicheln-für Jannis das erste Mal. Delfinhaut fühlt sich in etwa wie nasses Leder an und ist recht weich!

Dann ging es ins Wasser, Jannis wollte aber lieber vom Dock aus zusehen.

Jaron und Simone schwammen die ersten Runden mit Chabelita, aber es ist doch ganz schön schwierig sich auf alles gleichzeitig zu konzentrieren. Jaron kam an seine Grenzen mit dem Flossenschwimmen und deshalb bot Merel an ihn zu unterstützen. Sie kam ins Wasser, Jannis blieb noch brav an Dock sitzen. Mit Merel zusammen ging es super, sie ist halt ein echter Profi-wir kennen sie schon seit unserem ersten Aufenthalt im CDTC 2018, und Jaron konnte sich ganz auf Chabelita einlassen und das schwimmen genießen. Am Nachbardock schwammen Joas und Holger ihre Runden mit Bonnie und tauchten sogar gemeinsam. Die Delfine unter Wasser zu beobachten ist auch total faszinierend.

Dann machten wir noch eine Fotosession mit Delfinkuss und einigen Spielen und am Ende traute sich Jannis doch nochmal kurz ins Wasser und war sehr stolz. Von der Ferne sehen die Delfine ja immer so klein aus, aber wenn so ein 3 Meter Tier dann neben einem schwimmt ist es schon sehr einschüchternd, vor allem wenn man selbst erst 1,10 m ist.

Dann mussten wir leider wieder aus dem Wasser und Bonnie und Chabelita verabschieden. Es war eine sehr schöne Erfahrung für uns alle und wir können gut verstehen, dass Thea das Schwimmen mit Kanoa so sehr genießt!

Start in die zweite Therapiewoche