…und wir nehmen Euch virtuell mit!
Wir sind zum vierten Mal auf dem Weg nach Curaçao. Thea freut sich schon sehr auf ein Wiedersehen mit den Delfinen!
2018, 2019 und 2022 hatten wir waren wir schon zu Gast auf der schönen Insel in der Karibik. Thea durfte mit Nubia, Chabelita und Kanoa schwimmen – nun sind wir gespannt welcher Delfin sie dieses Mal begleiten wird!
Auch die Brüder sind schon voller Vorfreude und sehr aufgeregt. Zumindest können sich alle noch an den letzten Aufenthalt erinnern und es werden schon fleißig Pläne geschmiedet.
Die Therapie beginnt kommenden Montag (18.8.). Wir haben uns aber dazu entschieden bereits morgen nach Curaçao zu fliegen, damit Thea ein bisschen Zeit hat anzukommen.
Momentan sind wir auf dem Weg nach Amsterdam mit dem Auto!

Das erste Mal fliegen wir direkt in Amsterdam am Flughafen Schiphol los. Von dort aus wird Curaçao direkt angeflogen. Bisher sind wir immer von Stuttgart geflogen und hatten einen Zubringer-Flug von Stuttgart nach Amsterdam. Der Nachteil daran war der frühe Abflug, um den Flieger um die Mittagszeit in Amsterdam zu erreichen. Thea hat die Nacht davor immer sehr schlecht geschlafen und wir mussten sie mitten in der Nacht wecken. Dieser Schlafmangel kann bei ihr zu Krampfanfällen führen, was bei 2 von 3 Flügen dann der Fall war. Es gibt nichts schlimmeres als in der Luft zu sein und eine Notfallsituation zu haben. Mit ihrem Notfallmedikament Buccolam konnten die Krampfanfälle zwar gut gestoppt werden, dennoch bleibt immer die Angst: was tun wenn das Medikament nicht wirkt. Deshalb entschieden wir uns das Risiko zu reduzieren und für eine Anreise am Vortag und weil Fliegen für uns immer sehr aufwändig und Zugfahren mit Rollstuhl und dem ganzen Gepäck quasi unmöglich ist für das Auto.
Wir werden berichten was wir so alles erleben, zunächst möchte ich aber ein bisschen von den Vorbereitungen erzählen.
Bereits bei der Buchung im Reisebüro haben wir angegeben, dass Thea bis zum Gate im eigenen Rollstuhl sitzen muss. Der ist auf sie und ihre Bedürfnisse angepasst und sie hat Unterstützung bei der Kopf- und Rumpfstabilisierung. Dies wäre bei einem Flughafen-Rollstuhl nicht der Fall. Natürlich bedeutet es für alle mehr Aufwand (Sicherheitskontrolle, Verladen des Rollstuhls am Gate) aber wir müssen darauf bestehen. Ein Grund warum wir ungern Fliegen ist, dass ich immer Sorge habe, dass der Rollstuhl beim Verladen kaputt geht. In so einem Fall wären wir am Zielort wirklich aufgeschmissen, da der angepasste Rollstuhl wirklich alltagsrelevant für Thea ist.
Zudem haben wir diverses Sperr- und Sondergepäck bei der Buchung angemeldet. Sperrgepäck ist bspw. ein Trekking-Buggy, dass wir mit Thea auch durch den Sand am Strand fahren können oder ihr Splashy (Badestuhl) den ich aber schlussendlich doch in den Koffer gequetscht habe – letztes Mal wurde der nämlich beschädigt und da er nicht mehr neu war nur ein Teil davon bezahlt…so was ist ärgerlich und zum Glück ist das erst beim Rückflug passiert, sonst hätten wir ihn in Curaçao gar nicht nutzen können. Mittlerweile ist das abgebrochene Teil ersetzt und der Splashy wieder einsatzbereit. Außerdem braucht Thea ja auch eine Möglichkeit im Flugzeug zu sitzen. Durch die geringe Rumpf- und Kopfkontrolle ist ein Flug von knapp 10 Stunden eine Herausforderung. Deshalb haben wir ihren Autositz (Carrot 3) vorab angemeldet. In dem kann sie die knapp 10 Stunden Flugzeit bequem sitzen. Außerdem ist er für das Flugzeug zugelassen. Dennoch ist es immer eine Herausforderung den Sitz bis ans Gate zu bekommen!
Dann haben wir noch 2 Koffer medizinisches Sondergepäck angemeldet für Theas Inkontinenzhilfsmittel und hochkalorischen Drinks, ihren Monitor und die Absaugpumpe für den Notfall. Dafür haben wir auch eine ärztliche Bescheinigung benötigt. Apropos ärztliche Bescheinigung: eine Flugtauglichkeitsbescheinigung und Bescheinigung für die mitzuführenden Medikamente habe ich ebenfalls vorab beim Kinderarzt besorgt.
Wenn wir grad beim Schriftkram sind: vorab gab es ganz schön viele Formale auszufüllen, einen Teil bei Buchung des Therapieplatzes, einen Teil jeweils 3 Monate bzw. 1 Monat vor Anreise. Das hat mich insgesamt etwa 5 Vormittage beschäftigt, obwohl ich ja auch etwas von den vorherigen Reisen einfach übernehmen konnte.
Eine Woche vor Einreise haben wir dann auch das für Curaçao benötigte digitale Einreise-Formular ausgefüllt, was ganz schön nervig war…erstmal musste man die richtige Seite online finden und diese war zudem ziemlich schlecht konzipiert! Digitalisierung erleichtert nicht immer alles, früher im Flugzeug hatte man den ganzen Flug Zeit es auszufüllen, jetzt mussten wir uns die Zeit extra nehmen und noch dazu im Pack-Stress. Mal sehen ob es die Einreise dann erleichtert.
Das Packen war ein Herausforderung für sich 6 normale Koffer, 2 Koffer Sondergepäck und 6 Handgepäck-Teile! in die 8 Koffer alles schön gleichmäßig verteilt, sodass der Verlust eines Koffers nicht so schlimm wäre. Wenn allerdings alle Koffer in Amsterdam bleiben haben wir ein Problem!
Nun sind wir gespannt und sehr aufgeregt im Hotel am Flughafen angekommen!

Morgen früh geht es zum Check-Inn, vorher das Auto noch dem Mitarbeiter des Valet-Parkens übergeben (die Buchung haben wir übrigens auch schon im Januar getätigt) und dann geht es gegen 12:30 Uhr in die Luft!